14.11.2008
Telekom-Riese BT streicht trotz Gewinnplus 10.000 Stellen
Der britische Telekom-Konzern BT will trotz einer dicken Gewinnsteigerung bis Ende März 10.000 Stellen streichen. Ein Unternehmenssprecher sagte am Donnerstag, der Konzern habe bereits 4000 Stellen abgebaut und werde in den kommenden Monaten 6000 weitere streichen.
London (AFP/cm) - Die Kürzungen, die sechs Prozent der BT-Belegschaft ausmachen, betreffen demnach vor allem Zeitarbeiter und externe Beschäftigte. Der Konzern teilte zugleich mit, die Gewinne im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18 Prozent auf 400 Millionen Pfund (490 Millionen Euro) gesteigert zu haben. Der Umsatz sei um 4,1 Prozent auf 5,3 Milliarden Pfund gestiegen.
BT-Chef Ian Livingston begründete den Stellenabbau mit notwendigen Kostensenkungen. Während der Konzern im Groß- und Einzelhandelsgeschäft in Großbritannien gute Zahlen erwirtschafte, sei die internationale Sparte BT Global Services hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Die BT Group ist Nachfolgerin des in den 80er Jahren privatisierten Staatsunternehmens British Telecom.
Die Ankündigung von BT fügt sich in die Reihe schlechter Nachrichten ein, die den britische Arbeitsmarkt in dieser Woche erreicht haben. Der Medienkonzern Virgin teilte am Dienstag mit, bis zum Jahr 2012 2200 Jobs streichen zu wollen. Der Telekommunikationsdienstleister Yell will 1300 Stellen bis März 2010 abbauen, der Pharmariese GlaxoSmithKline kündigte den Abbau von rund 600 Stellen ab. Nach amtlichen Angaben vom Mittwoch stieg die Arbeitslosigkeit in Großbritannien auf 5,8 Prozent, der höchsten Wert seit elf Jahren.
So sieht's beim deutschen Ex-Monopolisten aus:
Telekom Konzern
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