11.01.2010
Telekom plant offenbar weitere Einschränkungen
Auch wenn die Zahlen so schlecht gar nicht sind, plant die Deutsche Telekom offenbar weitere Einsparungen. Zudem gab es am Wochenende Negativschlagzeilen über Betrug mit Provisionen im Konzern.
Frankfurt/Main (ddp/red) - Finanzvorstand Timotheus Höttges sagte der "Börsen-Zeitung" (Samstag-Ausgabe), um Cashflow und Ergebnisziel abzusichern, müsse ein neues Sparprogramm kommen. Details wolle die Telekom (www.telekom.de) erst Ende Februar nennen, allerdings habe der Finanzchef im Hinblick auf das Volumen betont: "Wir werden die Schlagzahl hochhalten müssen." Zuletzt hatte der Bonner Konzern ein mittelfristiges Sparprogramm über 4,7 Milliarden Euro aufgelegt, das Ende 2009 mit Einsparungen von 5,6 Milliarden Euro bereits übertroffen wurde.
Laut Höttges ist die Telekom trotz Währungsturbulenzen und des "sehr spürbaren Konjunktureinbruchs in den USA" bisher sehr gut durch die Wirtschaftskrise gekommen. Nach einem erfolgreichen Weihnachtsgeschäft sei das Ergebnisziel für 2009 erreicht worden. Höttges signalisierte den Investoren eine stabile Dividende für das Geschäftsjahr 2009.
Für das laufende Jahr hält sich die Telekom mit einer Ergebnisprognose zurück. Höttges begründete dies laut Zeitung in erster Linie mit der "fehlenden Visibilität" an den Devisenmärkten, wo der Dollarkurs für die Ergebnisentwicklung der Telekom entscheidende Bedeutung hat. Hinzu komme die unsichere konjunkturelle Entwicklung, vor allem deren Auswirkungen auf die Arbeitslosigkeit, die die Telekom "definitiv" in ihrem Geschäft spüre.
Laut einem Bericht der WirtschaftsWoche rumort es derzeit auch intern im Konzern. So sollen sich einige Manager im Bereich Vertrieb Provisionen in die eigene Tasche gesteckt und sogar unter den Namen von Freunden oder Verwandten eigene Shops gegründet und so Provisionsbetrug begangen haben. Dem Bericht zufolge habe Telekom-Datenschutzvorstand Manfred Balz angeregt, im Vertriebsmanagement eine Rotation einzuführen.
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