27.02.2009
Telekom: Neuer Vorstand, weniger Anschlussverluste
Wie sich schon am Mittwoch andeutete, legt die Telekom Festnetz und Mobilfunk künftig zusammen. Dafür gibt es einen neuen Vorstand. Die Anschlussverluste gingen 2008 leicht zurück.
Bonn (ddp/cm) - Wie die Telekom (www.telekom.de) am Donnerstagabend mitteilte, soll der Vertrieb, das Marketing und der Service für das deutsche Mobil- und Festnetzgeschäft in einem Vorstandsressort zusammengefasst werden. Produktentwicklung, IT und Technik sollen künftig europaweit und der Einkauf weltweit gesteuert werden. Diese Funktion soll im neuen Vorstandsressort Operations (COO) gebündelt werden.
Zudem wurde Festnetzvorstand Timotheus Höttges zum neuen Finanzvorstand ab 1. März ernannt. Seinen Platz bei T-Home übernehme Niek Jan van Damme, seit Anfang 2004 Geschäftsführer von T-Mobile Netherlands. Mitte des Jahres soll van Damme die Verantwortung für Vertrieb, Marketing und Service für Festnetz und Mobilfunk in Deutschland übernehmen.
Zum selben Zeitpunkt werde Hamid Akhavan das Amt des COO übernehmen. Akhavan ist derzeit im Vorstand verantwortlich für die Mobilfunkaktivitäten in West- und Osteuropa sowie für die europäischen Beteiligungen, die sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunk aktiv sind. Daneben sei Guido Kerkhoff zum Vorstand für die Region Süd-Osteuropa berufen worden.
Finanziell erwartet die Telekom in diesem Jahr ein operatives Ergebnis auf Vorjahresniveau. Das Ergebnis vor Steuern werde sich in einer Größenordnung um den 2008 erreichten Wert halten, teilte das Unternehmen am Freitag in Bonn mit. Im November hatte die Telekom erklärt, das bereinigte Ebitda solle 2009 stabil bleiben oder leicht steigen. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen die eigenen Finanzziele nach eigenen Angaben "übererfüllt".
Der Umsatzrückgang im Segment Breitband/Festnetz konnte 2008 auf ein Minus von 5,1 Prozent abgebremst werden, nach einem Rückgang von 8 Prozent im Vorjahr. Die ursprüngliche Erwartung hatte nach Angaben der Telekom bei einem Rückgang von zwischen minus 4 und minus 6 Prozent gelegen. Die Anschlussverluste lagen im Jahr 2008 bei knapp unter 2,5 Millionen. Damit liege dieser Wert am unteren Ende der Prognose von 2,5 bis 3,0 Millionen, teilte der Konzern mit.
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