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Geldwäsche

07.11.2006

Neue Spam-Welle mit gefälschten Jobangeboten

Avira warnt vor deutschsprachigen Spams, mit denen Mittelsmänner für dubiose Geldtransaktionen gesucht werden. Mit den Spam-Mails werden Jobsuchende geködert, denen für wenig Arbeit viel Geld versprochen wird.

Die Sicherheitsexperten von Avira melden, dass seit kurzem wieder vermehrt gefälschte Jobangebote per E-Mail im Umlauf sind. Die falschen Stellenausschreibungen tauchten zuerst in Englisch, nun auch in gutem Deutsch auf. Zu erkennen sind die Spam-Mails an Betreffzeilen wie "Bis zu 4000 Euro Nebenverdienst" und an Texthinweisen auf Heimarbeit, die einen E-Mail- nebst Internetzugang und ein Girokonto erfordern.

Neues Konzept zur Geldwäsche

Computeranwender sollten beim Erhalt dieser Mails besonders vorsichtig sein und nicht darauf reagieren. Denn hinter den lukrativ klingenden Verdienstmöglichkeiten stecken nicht etwa Nebenjobs oder ein Ausweg aus Hartz IV, sondern organisierte Kriminelle, die hauptsächlich Helfer zur Geldwäsche suchen.

Das Konzept der Betrüger ist einfach: Damit der Weg des Geldes für Polizei und Behörden nicht nachvollziehbar ist, werden über authentisch wirkende Jobanzeigen per Mail unwissende Mittäter gesucht. Diese Angebote versprechen attraktive Karrierechancen und ködern Jobsuchende mit geringem Zeitaufwand bei sehr guter Bezahlung. Hinter der einfachen Internet-Beschäftigung steckt stattdessen oft eine strafbare Tätigkeit als Mittelsmann: Nach Abzug einer "Vermittlungsprovision" verschiebt er unwissentlich durch Konto-Datenklau erbeutete Summen per Bargeldtransfer an ausländische Empfänger. Hierzu wird das persönliche Girokonto des Arbeitssuchenden benötigt, auf dem das zuvor durch Phishing erbeutete Geld überwiesen wurde.

( app05 )
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