21.01.2010
Weiterer Vorstoß zum Thema bezahlte Web-Inhalte
Die "New York Times" will ihre Online-Ausgabe künftig nicht mehr kostenlos zur Verfügung stellen. Von Anfang 2011 an müssten Leser für die Artikel im Internet eine Gebühr entrichten.
Washington (afp/red) - Das teilte Herausgeber Arthur Sulzberger am Mittwoch mit. Damit solle der Online-Ausgabe neben der Werbung eine zweite Einkommensquelle eröffnet werden. Die "New York Times" hat - wie die meisten anderen US-Zeitungen auch - mit sinkenden Auflagen und Werbeerlösen zu kämpfen.
Über die Höhe der Kosten machte die Zeitung zunächst keine Angaben. Vorgesehen sei, dass jeder Nutzer pro Monat eine bestimmte Zahl von Artikeln kostenlos lesen dürfe. Wird diese Schwelle überschritten, müsse gezahlt werden. Sulzberger zeigte sich optimistisch, dass die Nutzer auf das Angebot eingehen werden: "Unsere Leser sind sind sehr loyal, und wir glauben, dass sie für unsere preisgekrönten Angebote auch zahlen werden", erklärte er.
Zwischen 2005 und 2007 hatte die "New York Times" schon einmal mit einem kostenpflichtigen Internet-Modell experimentiert, dieses dann aber aufgegeben. Als einzige große Zeitungen in den USA verlangen derzeit nur die News-Corp-Titel "Wall Street Journal" und "Newsday" Gebühren für die Internetausgabe. Andere Zeitungen und Zeitschriften erwägen derzeit aber, diesem Vorbild zu folgen.












