11.03.2010
Regulierer will wieder Brieflaufzeiten kontrollieren
Kaum ist der Onlinebrief beschlossene Sache, passiert auch bei den herkömmlichen Briefen was. Künftig soll sich die Deutsche Post dabei nicht mehr selbst kontrollieren dürfen.
Hamburg (ddp/red) - "Ich habe es immer sehr bedauert, dass wir unsere eigenständige Messung der Brieflaufzeiten aufgeben mussten", sagte ihr Präsident Matthias Kurth der Wochenzeitung "Zeit" laut einer Vorabmeldung vom Donnerstag. Die Behörde werde einen "zweiten Anlauf" unternehmen. Die Neueinführung einer eigenständigen Messung sei ein Thema für dieses Jahr. "Bei Strom, Gas und anderen Netzen legt man ja auch Wert auf eine unabhängige Überwachung", fügte Kurth hinzu.
Die Deutsche Post reagierte gelassen auf den Zeitungsbericht. "Das ist die Entscheidung der Behörde", sagte Sprecher Dirk Klasen auf Anfrage der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires. Das Unternehmen sehe den Plänen gelassen entgegen. "Wir rechnen nicht mit anderen Ergebnissen." Er stelle sich allerdings die Frage, ob eine weitere Erhebung notwendig sei.
Im Jahr 2004 hatte die Bundesnetzagentur den Angaben zufolge ihre eigenständige Messung der Brieflaufzeiten auf Drängen des Bundesrechnungshofs eingestellt. Seitdem wird die gesetzliche Vorgabe, dass mindestens 80 Prozent aller Briefe nach einem Tag am Ziel sein müssen, nur noch von der Deutschen Post geprüft, die ein Hamburger Institut mit dieser Aufgabe beauftragt.












