27.01.2010
Internetnutzung nimmt mit Bildungsgrad extrem ab
Beinahe drei von vier deutschen Erwachsenen nutzen inzwischen das Internet. Nach wie vor gibt es erstaunliche Unterschiede beim Bildungsgrad, hinsichtlich des Bundeslandes und zwischen den Geschlechtern.
Mannheim (afp/red) - In einer am Dienstag veröffentlichten repräsentativen Umfrage der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen gaben 72 Prozent der Befragten an, das Internet zu Hause, am Arbeitsplatz oder anderswo zu nutzen. Die Zahlen beziehen sich auf das vierte Quartal 2009, also auf die Monate Oktober bis Dezember. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahm die Zahl der erwachsenen Internetnutzer um sechs Prozentpunkte zu.
Dabei lag der Anteil der Nutzer in Westdeutschland mit 74 Prozent deutlich höher als im Osten mit 65 Prozent. Auch zwischen den Geschlechtern gab es erhebliche Unterschiede: Während 79 Prozent der befragten Männer das Internet nutzten, waren es bei den Frauen nur 66 Prozent. Allerdings gibt es bei jüngeren Frauen und Männern kaum Unterschiede, die Differenz ist vor allem bei den über 60-Jährigen ausgeprägt.
27 Prozent aller Internetnutzer verbrachten zwei Stunden oder weniger im Internet, 44 Prozent waren zwischen drei und zehn Stunden online, 30 Prozent mehr als zehn Stunden. Nachrichten werden dabei von etwa 46 Prozent der Internetnutzer gelesen, auf die Gesamtbevölkerung bezogen lesen 33 Prozent im Internet Nachrichten.
Wie auch in vorhergehenden Untersuchungen spielt der Bildungsgrad eine wichtige Rolle: Während 93 Prozent aller Deutschen mit Hochschulreife das Internet nutzten, waren es bei denen mit einer Mittleren Reife noch 85 Prozent. Bei den Befragen mit Hauptschulabschluss und einer Lehre waren es 56 Prozent, ohne Lehre nur 33 Prozent.
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