26.01.2007
AOL-Auflösung: Nichts bleibt, wie es war
In der AOL-Chefetage bleibt offenbar kaum ein Stein auf dem anderen - zumindest, was den Personalbestand betrifft. Etliche Topmanager sollen bereits Aufhebungsverträge unterschrieben haben. Gut möglich, dass am Schluss nur noch 100 Mitarbeiter übrig bleiben.
Nach dem Verkauf der AOL-Internetzugänge an die Telecom-Italia-Tochter HanseNet wird in der Führungsriege des Hamburger Unternehmens offenbar alles zuunterst zuoberst gekehrt. Einem Bericht des manager-magazins zufolge soll nur eine kleine Rumpftruppe bestehen bleiben, deren Chef wird - wie berichtet - Torsten Ahlers sein.
Die neu gegründete Firma nennt sich AOL Deutschland Medien GmbH und soll vor allem mit Werbung Geld verdienen. Bis auf Ahlers werden der neuen Firma aber kaum Manager aus dem alten Führungskreis angehören. Das Magazin will erfahren haben, dass neben der Content-Chefin, dem Personalchef, dem Vertriebs- und dem Finanzchef auch mehrere Manager aus der zweiten Reihe Aufhebungsverträge unterzeichnet haben. Weitere Topleute könnten folgen.
Damit ist die Selbstauflösung von AOL Deutschland fast perfekt. Weitere Entlassungen seien möglich, schreibt das Magazin unter Berufung auf den ehemaligen AOL-Chef Charles Fränkl, der zu HanseNet gewechselt ist. Der AOL-Medien-Rumpftruppe werden in der Branche indes keine wirklich guten Chancen eingeräumt. Zahlenspiele, wonach im laufenden Jahr mit einem Verlust von 20 Millionen Euro zu rechnen sei, wollte AOL allerdings nicht bestätigen.












