Handy-Strahlung: Bei Vernunft kein Thema
Was beim Thema Handy-Strahlung gern unter den Tisch fällt: Problematisch sind weniger die Mobilfunkmasten als vielmehr der Umgang jedes Einzelnen mit dem mobilen Liebling. Die Strahlung eines Handys hängt nämlich stark davon ab, wie man es nutzt.
Obwohl nach wie vor keine Hinweise auf eine tatsächlich gesundheitsschädliche Wirkung von Handys vorliegen, sind noch viele Verbraucher verunsichert. Doch die Strahlung des mobilen Gefährten kann mit einfachen Vorsichtsmaßnahmen reduziert werden, denn sie ist nicht immer gleich stark und hängt stark davon ab, wie das Handy genutzt wird. Das Problem sind also nicht unbedingt die UMTS-Masten der Netzbetreiber: Alle in den letzten Monaten durchgeführen Messungen ergaben Belastungen deutlich unter den Grenzwerten.
Am schlimmsten sind Schnurlostelefone
Sie werden beim Thema Strahlung gern vergessen, weil sich die Diskussion meist auf Handys beschränkt: In aller Regel geben Schnurlostelefone deutlich mehr Strahlung ab als Handys. Die Basisstation eines DECT-Telefons sendet den ganzen Tag lang, und es gibt keinen "Dimmer", der die Leistung zwischen Endgerät und Baisstation regelt - bei vielen Handys längst Standard. Die Konsequenz sollte also sein, sofern man auf ein schnurloses Telefon nicht verzichten will, dieses nicht im Schlaf- oder Kinderzimmer aufzustellen.
Gerade berufliche Nutzer, die das Handy ständig bei sich tragen und lange Gespräche führen, haben mit erhöhter Strahlung zu kämpfen.
Gift: Schlechter Empfang
Wer die Belastung durch elektromagnetische Felder beim Telefonieren mit dem Handy reduzieren möchte, sollte sich klarmachen, dass ein Handy dann besonders viel Strahlung abgibt, wenn es viel leisten muss. Das ist zum Beispiel bei schlechtem Empfang der Fall, weil sich das Handy dann andauernd bei der nächsten Basisstation anzumelden versucht. Das heißt, es sendet ohne Unterlass, was natürlich auch dem Akku zu schaffen macht. Sprich, man sollte bei schlechtem Empfang (das gilt auch für Auto- oder Zugfahrten) nur dann telefonieren, wenn es sich nicht vermeiden lässt.
Öfter mal abschalten
Vergleichsweise viel Strahlung bekommt auch derjenige ab, der sein Handy den ganzen Tag eingeschaltet am Körper trägt. Gerade, wenn man recht häufig seinen Standort wechselt, bucht sich das Handy immer wieder neu ein und sendet dementsprechend viel. Demgegenüber gibt ein Handy, das (fast) den ganzen Tag am gleichen Platz liegt und im Standby bleiben kann, deutlich weniger Strahlung ab. Auch stundenlange Gespräche bedeuten natürlich eine erhöhte Belastung, da das Handy permanent senden muss. So sollten vor allem Eltern beachten, dass ihre Zöglinge zumindest bis zur Pubertät nicht ohne Ende drahtlos telefonieren.
Mehr Infos
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hält diverse weitere Infos für interessierte Verbraucher bereit. So kann man auf den Seiten des BfS unter anderem auf eine Datenbank zugreifen, die die Strahlungswerte aller aktuellen Handys auflistet. Außerdem sind einige Broschüren kostenlos herunterzuladen - allgemein gehaltene wie "Mobilfunk - wie funktioniert das eigentlich?" oder auch detaillierte Datenbanken, die sich mit Einwirkungen elektromagnetischer Felder auf den Organismus und auf Implantate befassen. Unter den unten stehenden Links mann man sich darüber informieren.


