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Folge der Subventionierung

Gesperrte Handys: Was Sim-Lock und Net-Lock bedeuten

sicherheit, schlossViele günstige Handys dürfen nicht fremdgehen: Sie haben eine Sperre, die das Telefonieren über andere Netzbetreiber als den Handy-Sponsor unmöglich macht. Warum es diese Sperren gibt, wie sie sich unterscheiden und ob man sie aufheben kann, lesen Sie hier!

Der so genannte Sim-Lock ist eine Sperre, mit der vorwiegend Handys im Prepaid-Bereich belegt werden. Die Netzbetreiber schränken damit die Nutzbarkeit des subventionierten Mobilfunkgeräts auf solche Sim-Karten ein, die bestimmte Kriterien erfüllen. Prinzipiell können Handykarten auf verschiedene Arten beziehungsweise für verschiedene Anbieter oder Netze gesperrt werden. Das, was man hierzulande unter Sim-Lock versteht, ist jedoch das feste Binden eines Handys an eine ganze bestimmte Karte.

Das Geld soll im Unternehmen bleiben

Im Klartext: Wer sich ein vergünstigtes Handy von T-Mobile kauft, bekommt das oft nur deshalb so billig, weil es auch bloß mit einer Handykarte von T-Mobile funktioniert. Damit will der Netzbetreiber - alle vier handeln so - sicherstellen, dass das zur Subventionierung ausgegebene Geld im Konzern bleibt. Im Falle des Sim-Locks ist es so, dass das Handy nur mit der zusammen mit dem Handy verkauften Karte betrieben werden kann. Das ist gängige Praxis bei Prepaidhandys, die man zur Handykarte günstig dazu bekommt.

iphone Das iPhone ist ein Sonderfall: T-Mobile hebt den Sim-Lock auch nach zwei Jahren nicht auf. Der so genannte Net-Lock bedeutet, alle anderen Netze als das des eigenen Netzbetreibers sind gesperrt. Das ist auch bei Vertragshandys manchmal der Fall, vor allem bei sehr teuren, die zu einem besonders reduzierten Preis abgegeben werden. Die Netzsperre oder die Handysperre haben übrigens nichts damit zu tun, ob das Handy gebrandet ist oder nicht, wie häufig vermutet wird. Wenn auf einem Motorola-Handy ein T-Mobile-Branding zu sehen ist, heißt das, dieses Gerät ist in punkto Software auf T-Mobile voreingestellt. Ein Branding ist also kein Zeichen für eine Sperre.

Hinweis auf Sim-Lock ist Vorschrift

Da es technisch ziemlich kompliziert ist, ein Handy nur für eine einzelne Karte freizuschalten, kann es durchaus sein, dass ein Gerät trotz Sim-Lock mit allen Netzbetreiber-Karten derselben Charge funktioniert. Darauf verlassen solte man sich aber tunlichst nicht. Im Übrigen muss der Netzbetreiber auf der Verpackung des Handys ausdrücklich auf einen eventuellen Sim-Lock hinweisen.

Möglichkeiten der Entfernung

Die Sperre lässt sich offiziell und inoffiziell entfernen. Die inoffizielle Entfernung der Netzsperre ist nicht unbedingt ratsam, da sie verbunden ist mit dem Erlöschen der Garantie. Wer es dennoch tun möchte, findet durch einfaches Googeln diverse Anbieter, die gegen Gebühren von 20 bis 30 Euro das Handy entsperren. Offiziell und kostenlos möglich ist das Entfernen des Sim-Locks erst nach zwei Jahren. Wer das Handy vorher entsperren lassen will, muss beim Netzbetreiber rund 100 Euro dafür zahlen (T-Mobile 99,50 Euro, Vodafone 100 Euro, E-Plus 100 Euro, o2 99 Euro). Der Kaffeeröster Tchibo, der einen abgewandelten o2-Tarif vertreibt, nimmt fürs Entsperren nur 49 Euro.

Das iPhone bricht ein ungeschriebenes Gesetz

Das iPhone bildet hier die erste Ausnahme auf dem deutschen Mobilfunkmarkt: Es bleibt auch nach Ablauf von zwei Jahren an das T-Mobile-Netz gebunden. Die teuren Exklusivkonditionen, die Apple T-Mobile abgetrotzt hat, sind der Grund dafür. Weil T-Mobile bis zu 30 Prozent seines iPhone-Umsatzes an Apple abgeben muss (so wird gemunkelt), will die Telekom-Tochter so viel Geld wie möglich im Konzern halten. Zwar ist die Sperre nach einer Klage von Vodafone derzeit aufgehoben, doch es ist zu erwarten, dass das folgende Gerichtsurteil eher T-Mobile als Vodafone Recht geben wird.

Umgekehrt gilt die Handy-Sperre übrigens nicht: Zum Beispiel kann man seine CallYa-Karte in jedes andere D-Netz-Handy stecken und wie gewohnt lostelefonieren.


Günstige Handys ohne Sim-Lock für unter 100 Euro

Info: Was ist ein Branding-Handy?

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