23.09.2008
Pariser Umweltministerium sorgt sich um Handystrahlung
Mögliche Gesundheitsgefahren durch die Strahlung von Mobilfunkantennen bereiten inzwischen auch der französischen Regierung Sorge. Eine Familie hatte den Mobilfunker Bouygues Telecom sogar wegen möglicher Strahlenschäden angezeigt.
Paris (AFP/cm) - Umweltstaatssekretärin Nathalie Kosciusko-Morizet forderte die Mobilfunkanbieter am Donnerstagabend auf, sich beim Aufstellen von Relais-Antennen vorsichtshalber zusammenzuschließen, um die Strahlenbelastung zu verringern. Zwar sei bislang nicht nachgewiesen, dass zwischen den Antennen und Krankheiten ein Zusammenhang bestehe, sagte die Politikerin. Aber viele Menschen machten sich Sorgen darüber.
Eine Familie aus dem Großraum Paris hatte tags zuvor den Mobilfunkanbieter Bouygues Telecom angezeigt, weil eine der beiden 17-jährigen Töchter von dem "Elektrosmog" Herzrhythmusstörungen bekommen habe. Das Mädchen sei erst krank geworden, nachdem die Antenne vor fünf Jahren aufgestellt worden sei, erklärte der Anwalt der Familie, Richard Forget. Die Eltern stützen sich auf die Gutachten eines Herzspezialisten, der einen Zusammenhang zwischen der Mobilfunkantenne und den Beschwerden der Jugendlichen für möglich hält.
Eine Sprecherin von Bouygues Telecom sagte, das Unternehmen habe das elektromagnetische Feld in der Umgebung der strittigen Antenne von einem unabhängigen Gutachter messen lassen. Demnach seien die Werte "180-mal niedriger als die von wissenschaftlichen Einrichtungen festgesetzten Höchstwerte".
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