01.11.2011
o2 darf bei Olympia 2012 Handyfrequenzen gezielt stören
Laut Informationen der britischen Presse hat der Mobilfunkanbieter o2 einen Exklusiv-Vertrag mit dem "London 2012 Organising Committee" (LOCOG) abgeschlossen. Danach darf der Anbieter die Funkfrequenzen der Konkurrenz gezielt stören.
London (red) - Mit dem Handy telefonieren könnte für Besucher der Olympischen Spiele 2012 in London schwierig werden - zumindest wenn sie nicht bei o2 (www.o2-online.de) unter Vertrag sind. Berichten der britischen Zeitung "The Telegraph" zufolge darf der Mobilfunkanbieter als einer der Hauptsponsoren der Veranstaltung die Netze seiner Konkurrenten gezielt stören.
Betroffen wären von solchen Störangriffen die Anbieter Vodafone, T-Mobile, Orange und Three. Die Erlaubnis gilt angeblich für bestimmte Teilbereiche des Olympiageländes. So sieht der Vertrag, wie die britische Zeitung berichtet, vor, dass es in vom Unternehmen für sich und Gäste angemieteten so genannten "corporate zones" ausschließlich eine Netzabdeckung mit o2 geben wird. Das bedeutet, dass alle, die sich in diesem Bereich aufhalten, nur dann mobil telefonieren können, wenn sie o2-Kunden sind. Betroffen von der Regelung könnten immerhin 40.000 Gäste sein. Sie müssten möglicherweise extra eine Telefonkarte des Anbieters kaufen oder mit diesem einen Vertrag abschließen. Ausschließlich in den "shared public areas" des Olympia Parks würde ein Telefonieren in allen Netzen möglich sein.
Inwieweit es aber auch dort zu Mobilfunkstörungen kommt, sofern diese Zonen an die "corporate"-Bereiche angrenzen, kann derzeit noch nicht sicher eingeschätzt werden. Experten warnen bereits jetzt vor einem Kommunikationschaos für die Spiele, da o2 Gespräche und Datenübertragung im Fall, dass der Mobilfunker alleiniger Anbieter ist, auch alleine stemmen muss. Während das Olympische Komitee erst einmal abwiegelt und in Aussicht stellt, dass man bereits im Gespräch mit den anderen Mobilfunkbetreibern sei, um möglichst schnell eine Lösung zu finden, häufen sich gleichzeitig die Spekulationen, dass die Olympischen Spiele nur ein Testlauf für weitere Großveranstaltungen sein könnten.
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