14.03.2012
Niedersachsen: Breitband nahezu ohne "weiße Flecken"
In fast ganz Niedersachsen soll die Bevölkerung mittlerweile Zugang zum schnellen Internet haben. Die unterversorgten "weißen Flecken" seien bis auf wenige Ausnahmen erschlossen, sagte Landesentwicklungs-Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke.
Hannover (dapd/red) - Selbst für besonders abgelegene Gebäude sei eine Versorgung per Satellit möglich. Mit der Strategie, auf einen marktwirtschaftlichen Ausbau in enger Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Land zu setzen, habe man richtig gelegen, sagte Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) am Mittwoch in Hannover zu den Ergebnissen von Breitbandausbau und -förderung 2009 bis 2011.
In den letzten Jahren hätten Land, Kommunen und Bund dafür insgesamt gut 61 Millionen Euro in Niedersachsen zur Verfügung gestellt. Damit seien landesweit knapp 300.000 Gebäudeanschlüsse geschaffen worden, sagte Ripke. Den verbleibenden unterversorgten Gebieten solle auch nach 2013 geholfen werden.
Unabhängig von der eingesetzten Technik bei den Hausanschlüssen seien die für die Hintergrund- und Verteilernetze benötigten leistungsfähigen Glasfaserverbindungen in der Fläche gefördert worden, so Bode. Diese Infrastrukturinvestitionen seien die zentrale Voraussetzung für den künftigen Ausbau von Hochgeschwindigkeitsnetzen in den Regionen.
Die SPD dämpfte die Erfolgseuphorie. Zwar sei richtig, dass in den vergangenen Jahren "weiße Flecken" reduziert worden seien, sagte die für den ländlichen Raum zuständige Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Andrea Schröder-Ehlers. Allerdings seien die "grauen Flecken" mit niedriger Geschwindigkeit noch immer viel zu groß. Das führe zu deutlichen Standortnachteilen auf dem Land. Geschwindigkeiten von zwei Mbit/s seien "viel zu gering".
Die Ergebnisse des Breitbandausbaus wurden gemeinsam mit Vertretern der daran beteiligten Firmen Deutsche Telekom, Vodafone Deutschland, EWE TEL und Northern Access vorgestellt. Bode betonte, die bisher gemeinsam erzielten Ergebnisse stellten einen Zwischenschritt dar. Die Anforderungen an die Breitbandanbindung stiegen kontinuierlich. Niedersachsen werde deshalb die Förderung des Breitbandausbaus fortsetzen und sich dafür einsetzen, dass weiterhin Fördermittel zur Verfügung stünden.
Ähnliche Nachrichten
Schnelles Internet für die entlegensten Regionen
Telekom treibt DSL-Ausbau auf dem Land weiter voran
Filiago öffnet Internetcafés an extremen Orten
Wie die Telekom den Breitbandausbau plant
Breitbandanschluss nahezu flächendeckend verfügbar
Internet-Ausbau sorgt in Rheinland-Pfalz für Streit
Kabel BW: Kundenzahl und Umsatz 2011 stark gestiegen
Glasfaserpionier wilhelm.tel arbeitet mit QSC zusammen

