15.01.2010
Mehr schnelles Internet für Hessens DSL-Diaspora
Im ländlichen Raum soll man künftig schneller ins Netz gehen können. Zur Koordination der verschiedenen Vorhaben werde derzeit ein Atlas über aktuelle Tiefbauvorhaben erstellt, so dass der Glasfaser-Ausbau gezielt vonstatten gehen könne.
Wiesbaden (ddp/red) - Die Fraktionen im hessischen Landtag haben sich für den Aufbau schnellerer Internetverbindungen in den ländlichen Regionen Hessens ausgesprochen. Die flächendeckende Breitbandversorgung sei ein entscheidender Standortfaktor für den ländlichen Raum, sagte CDU-Wirtschaftsexperte Walter Arnold am Donnerstag in Wiesbaden. Die Versorgung müsse von der Privatwirtschaft ermöglicht werden, Bund, Land und Gemeinden sollten den Ausbau finanziell unterstützen.
FDP-Wirtschaftsexperte Jürgen Lenders betonte, dass die Schließung der Breitband-Lücken in Hessen technisch kein Problem darstelle. Das hätten Experten während einer Anhörung zum Thema im Landtag betont. In naher Zukunft müsse jedoch ein Atlas über aktuelle Tiefbauvorhaben erstellt werden. Dadurch könnten die Leerrohre zur Verlegung von Glasfasern gezielt verbaut werden, ergänzte Lenders.
Die SPD-Fraktion sprach von einem erheblichen Nachholbedarf im Ausbau der Breitbandnetze. Der Ausbau sei jedoch dringend geboten, um die Zukunftsfähigkeit des Landes zu sichern und Arbeitsplätze in ländlichen Regionen zu schaffen, sagte der medienpolitische Sprecher der Partei, Michael Siebel.
Grünen-Fraktionssprecher Kai Klose forderte die Netzbetreiber auf, ihre Tätigkeiten offenzulegen. Ein reibungsloser Informationsaustausch über den Netzbestand und geplante Baumaßnahmen seien die zentrale Voraussetzung für den Ausbau des Glasfasernetzes in der DSL Diaspora, sagte Klose.
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