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Breitbandmarkt

24.03.2010

Jeder dritte Neukunde wählt Kabel Internet

Im vergangenen Jahr ist die Nachfrage nach Breitbandanschlüssen zwar zurückgegangen, doch die Kabel Anbieter verzeichnen weiter hohe Zuwächse. Inzwischen wählt jeder dritte Breitband-Neukunde ein Kabel-Internet-Produkt.

Bonn (ddp/red) - Die Erneuerung der Breitband- und Energienetze kann nach Ansicht der Bundesnetzagentur eine "Welle von Innovationen" auslösen und zur raschen Überwindung der Wirtschaftskrise beitragen. "Wir haben die einmalige Chance, durch leistungsfähige Breitband- und Energienetze eine Modernisierungswelle in der Wirtschaft anzustoßen", sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, bei der Vorstellung des Jahresberichts 2009 am Dienstag in Bonn.

Gerade kleine und mittelständische Unternehmen seien auf breitbandige Anschlüsse angewiesen. "Zudem wird durch Investitionen in die Breitbandinfrastruktur auch der notwendige Wandel im Energiebereich hin zu sogenannten intelligenten Energienetzen gestützt", sagte Kurth.

Markt ist zunehmend gesättigt

Die Nachfrage nach Breitbandanschlüssen hat sich nach Behördenangaben im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2008 verlangsamt. Insgesamt sank die Zahl der Neuanschlüsse um 0,6 Millionen auf 2,4 Millionen. Grund sei die zunehmende Sättigung des Breitbandmarkts. Insgesamt waren den Angaben zufolge Ende 2009 rund 25 Millionen Breitbandanschlüsse in Betrieb. Etwa ein Viertel dieser Anschlüsse ermöglichte Geschwindigkeiten von mehr als 10 Mbit pro Sekunde.

Mit rund 90 Prozent bleibe dabei DSL die dominierende Anschlusstechnologie, gefolgt von Breitbandanschlüssen über die Kabel-TV-Infrastruktur, hieß es. Derzeit wähle rund jeder dritte Breitbandneukunde ein Internetangebot eines Kabelfernsehnetzbetreibers. Insgesamt erreichten die Wettbewerber der Telekom bei Breitbandanschlüssen Ende 2009 einen Vermarktungsanteil von rund 53 Prozent.

Steigerung bei UMTS-Diensten

Weiter teilte die Behörde mit, dass Ende 2009 rund 108,3 Millionen Mobilfunk-Anschlüsse existierten. Etwa 19 Millionen Teilnehmer nutzten dabei regelmäßig UMTS-Dienste. 2007 seien dies noch 9,2 Millionen gewesen. Darüber hinaus habe es mehr als 2,6 Millionen Karten gegeben, die ausschließlich zur Datenübertragung genutzt werden.

Gegenüber 2008 verdreifachte sich das Übertragungsvolumen im Mobilfunkbereich auf rund 33,5 Millionen Gigabyte. Grund für das starke Wachstum bei der mobilen Internetnutzung sei vor allem der Preisverfall für Datentarife.

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