12.11.2009
Gemeinsame Nutzung der Breitband-Infrastruktur rollt an
Die gemeinsame Nutzung von Rohren, Leitungen und Knotenpunkten soll den Breitband-Ausbau künftig schneller voranbringen. Auf einen bundesweiten Infrastrukturatlas können am Ausbau interessierte Gemeinden und Unternehmen ab Dezember zugreifen.
Bonn (red) - Nach einer im Sommer durchgeführten Anhörung sowie Gesprächen mit Vertretern von Unternehmen, Verbänden und der Länder hat die Bundesnetzagentur nun die Rahmenbedingungen zur Nutzung eines bundesweiten Infrastrukturatlasses veröffentlicht. Die Rahmenbedingungen legen fest, wie die Daten für den Infrastrukturatlas zukünftig übermittelt werden und wer zur Nutzung der Daten berechtigt ist.
Dieser Infrastrukturatlas hat zum Ziel, die Versorgung der Bevölkerung mit Breitbandanschlüssen deutlich voranzutreiben - und zwar durch Synergieeffekte, durch die gemeinsame Nutzung der vorhandenen Strukturen. In der Startphase will die Netzagentur Anträge auf Nutzung des Infrastrukturatlasses aus ländlichen Regionen vorrangig bearbeiten.
Auf Nachfrage erhalten Gemeinden und Unternehmen Informationen darüber, ob in ihrer Region Glasfaserleitungen, Leerrohre, Netzknotenpunkte, Richtfunkstrecken oder Senderstandorte liegen, die für den Aufbau neuer Breitbandnetze grundsätzlich mitgenutzt werden könnten, und wer der Eigentümer dieser Infrastruktur ist. Solche Abfragen sollen ab Dezember möglich sein.
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